Industron · Instandhaltung und Inspektion
AR-Fernwartung für die industrielle Instandhaltung
Bei der AR-Fernwartung unterstützt ein Experte aus der Ferne einen Techniker vor Ort. Mit geeigneten Smart Glasses und Remote Eye teilt der Techniker seine Sicht auf die Anlage, bespricht die Situation per Audio und erhält visuelle Hinweise. Die Hände bleiben für die Aufgabe frei; die freigegebenen Arbeits- und Sicherheitsverfahren gelten weiterhin.
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So funktioniert die Unterstützung aus der Ferne
- Aufgabe und Einsatzort festlegen. Erfassen Sie Anlage, Störung, zuständige Personen und das freigegebene Verfahren. Prüfen Sie Gerät, persönliche Schutzausrüstung und Verbindung am Einsatzort.
- Techniker und Experten verbinden. Testen Sie Bild, Ton und Bedienung unter realen Bedingungen, einschließlich Umgebungslärm und Netzabdeckung.
- Die Situation gemeinsam beurteilen. Nutzen Sie freigegebene Dokumentation und verfügbare Bildschirmaufnahmen mit Markierungen, um Befunde zu erläutern. Der Techniker entscheidet und handelt innerhalb seiner Befugnisse.
- Ergebnisse dokumentieren. Halten Sie Befunde, Eskalationen und nächste Schritte im bestehenden Instandhaltungsprozess fest. Für Aufnahmen und Aufbewahrung gelten die vereinbarten Regeln.
Remote Eye mit H4000 Smart Glasses
Die offizielle Geräteliste von Remote Eye führt die Industron Nebula H4000 auf. Remote Eye ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Anwendern vor Ort und entfernten Experten über Video, Sprache, Dokumente und Markierungen auf Bildschirmaufnahmen. Verfügbare Funktionen hängen von Softwareversion, Lizenz und Konfiguration ab.
Prüfen Sie Bildqualität, Sitzungsdauer, Bedienbarkeit und die Kombination mit Helm und weiterer Schutzausrüstung. Informationen finden Sie zur H4000 und in der offiziellen Remote-Eye-Geräteliste (Englisch).
Industrielle Anwendungen
- Fehlerdiagnose: Techniker besprechen sichtbare Auffälligkeiten mit einem internen Spezialisten oder Anlagenlieferanten.
- Inspektion und Inbetriebnahme: Teams an verschiedenen Standorten beurteilen Komponenten anhand freigegebener Verfahren.
- Versorgung und Prozessindustrie: Mitarbeiter an verteilten Anlagen beziehen Experten ein. Netzabdeckung und Bereichsklassifizierung bestimmen die Einsatzmöglichkeiten.
- Wissenstransfer: Erfahrene Mitarbeiter erläutern Arbeitsschritte. Geprüfte Erkenntnisse können anschließend in verwaltete Arbeitsanweisungen übernommen werden.
Dies sind mögliche Anwendungen, keine Aussagen über bestimmte Kundenprojekte oder garantierte Ergebnisse. Weitere industrielle AR-Anwendungen sind auf Englisch beschrieben.
Fernunterstützung oder digitale Arbeitsanweisungen?
Fernunterstützung ist die Live-Zusammenarbeit mit einem Experten. Digitale Arbeitsanweisungen führen durch vorab definierte Schritte, Bilder und Prüfpunkte. Beide Ansätze können sich ergänzen: Bei einer Abweichung wird ein Experte hinzugezogen. Eine Remote-Support-Lizenz umfasst jedoch nicht automatisch die Erstellung und Verwaltung von Arbeitsanweisungen oder eine Anbindung an das Instandhaltungssystem.
Vergleichen Sie den gesamten Arbeitsablauf: Gerät, Software, Verbindung, Freigaben, Schulung und Betreuung. Ein Smartphone, ein monokulares Assistenzsystem oder eine binokulare AR-Brille kann je nach Aufgabe geeignet sein. Nutzen Sie den Geräteauswahl-Leitfaden und die Informationen zu digitalen Arbeitsanweisungen (Englisch).
ATEX-Anforderungen und IT prüfen
Für explosionsgefährdete Bereiche muss die konkrete Gerätekonfiguration zu den Anforderungen des Einsatzortes passen. Lassen Sie Zertifikat, vollständige Kennzeichnung, zulässiges Zubehör, Einsatzbedingungen und Vorgaben zum Umgang mit Batterien vor dem Einsatz prüfen. Ein Produktname oder ein allgemeiner ATEX-Hinweis ersetzt diese Prüfung nicht. Der ATEX-Auswahlleitfaden unterstützt die Vorbereitung.
Klären Sie mit IT und den zuständigen Verantwortlichen Netzwerkzugriff, Benutzerrechte, Firmware, Sicherheitsupdates, Aufzeichnung, Speicherort und Aufbewahrungsfristen. Lesen Sie die H4000-Fragen zu IT und Sicherheit (Englisch).
Mit einem klar begrenzten Pilotprojekt beginnen
Wählen Sie eine wiederkehrende Aufgabe, wenige Techniker und verfügbare Experten. Messen Sie vor und während des Piloten die Zeit bis zum Expertenkontakt, Bearbeitungsdauer, Eskalationen, tatsächlich vermiedene Reisen und Nutzererfahrung. Dokumentieren Sie auch Verbindungsprobleme und notwendige Vor-Ort-Besuche. Für verteilte EMEA-Standorte gehören Arbeitssprachen, Expertenverfügbarkeit und lokale Einsatzbedingungen zur Planung.
Häufige Fragen
Ersetzt AR-Fernwartung einen Vor-Ort-Besuch?
Nicht immer. Das geteilte Bild hilft bei der Beurteilung und Eskalation. Physische Prüfungen, erforderliche Befugnisse oder Spezialwerkzeuge können weiterhin einen Besuch erfordern.
Funktioniert die Lösung ohne Internetverbindung?
Live-Unterstützung benötigt eine geeignete Verbindung. Testen Sie WLAN oder Mobilfunk, Verzögerung und Bildqualität am tatsächlichen Arbeitsplatz und definieren Sie einen Ablauf für Verbindungsabbrüche.
Benötigt der Experte ebenfalls eine Datenbrille?
Remote Eye unterscheidet zwischen dem Anwender vor Ort und der Expertenrolle. Die benötigte Expertenumgebung, Geräte und Lizenzen werden bei der Konfiguration festgelegt. Prüfen Sie die offizielle Rollenbeschreibung.
Wie erhalten wir ein Angebot?
Beschreiben Sie Aufgabe, Einsatzland, Standorte, Anzahl der Anwender und Experten, erforderliche Software sowie mögliche ATEX-Anforderungen. Hardware, Lizenzen, Einführung, Schulung und laufende Betreuung sollten im Angebot getrennt geklärt werden.
Nächster Schritt: H4000-Pilotprojekt anfragen oder Anforderungen für ein Angebot besprechen (Formulare auf Englisch). Preise, Lieferzeit und Leistungsumfang werden nach Prüfung Ihrer Anforderungen vereinbart.